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Bei Fastenaktion alte »Handys« gesammelt im Marianum Hegne

Marianum Fastenzeit
Die Klasse 6a war bei der Handysammlung im Marianum Hegne besonders erfolgreich. swb-Bild: S. Haltmaier /Marianum

Bewusster Umgang mit Ressourcen als Überschrift über sechs wertvolle Wochen

Allensbach-Hegne. Während der diesjährigen Fastenzeit gab es für die SchülerInnen des Marianums das Angebot, sich mit zentralen Fragen zum bewussteren Umgang mit Ressourcen und Mitmenschen auseinander zu setzen. Das »Handy« spielte dabei zum Abschluss eine besondere Rolle.

Als Inspiration für die Aktion, die durch das schulpastorale Team unter der Leitung von Gaby Rasche organisiert wurde, diente das offizielle Fastentuch der Organisation Misereor der chilenischen Künstlerin Lilian Moreno Sánchez, das in stilisierter Form das Röntgenbild eines gebrochenen menschlichen Fußes zeigt.

Jede Woche wurden den Schülerinnen und Schülern Impulse zur Verfügung gestellt, bei denen sie sich beispielsweise mit Hilfe eines Online-Quiz mit ihrem eigenen Konsumverhalten auseinandersetzen konnten oder durch eine Körperübung die Gelegenheit hatten zu erfahren, was einem hilft, nicht nur metaphorisch einen sicheren Stand zu finden.

Den Abschluss der Fastenaktion bildete eine auf das gesamte Zentrum für Bildung in Hegne angelegte Sammlung ausgemusterter und nicht mehr funktionsfähiger Handys und Smartphones. Dahinter stand die Absicht, dass die Kinder und Jugendlichen in Hegne nicht nur altersgemäß über die problematischen Abbaubedingungen und die Weiterverarbeitung von seltenen Erden informiert werden, sondern auch über das Sammeln von nicht mehr verwendeten Handys und Smartphones in die Lage versetzt werden, hier persönlich etwas zu bewegen.

In der Summe konnten so mehrere Kilogramm hochwertigster Rohstoffe zusammengetragen werden. Die gefüllten Kartons der Sammelbox der Caritas werden nun in einem deutschen Betrieb nach fest definierten Qualitätsvorgaben sortiert. Defekte und nicht mehr vermarktungsfähige Geräte werden an ebenfalls inländische Recycling-Betriebe übergeben. Die Materialien sollen dabei so aufbereitet werden, dass die wertvollen Rohstoffe wie etwa Coltan wieder dem Produktionskreislauf zugeführt werden können. Durch das zertifizierte Recycling soll auch ein illegaler Export von Elektroschrott in Drittländer verhindert werden.

Das Marianum als Bildungsinstitution möchte mit seiner Fastenaktion einen Beitrag leisten, die Kinder und Jugendliche auf die Anforderungen unserer Zeit vorzubereiten und bestmöglich in ihrer Entwicklung zu begleiten. Mit dem Fokus auf einen bewussteren Umgang mit Ressourcen, sich selbst und den Mitmenschen wurde dabei ein aktueller Themenkomplex aufgegriffen, dessen Relevanz zukünftig sicher noch wachsen wird, so das Marianum in seiner Mitteilung.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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