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»bodybild« - oder die Kunst »einzigartig« zu bleiben

Symbolbild Theater Konstanz
Symbolbild Theater Konstanz

Susanne Frieling mit besonderer Regiepremiere am Theater Konstanz am Freitag

Konstanz. Für Susanne Frieling ist es die Premiere, denn am kommenden Freitag, 22. April, wird sie zum ersten Mal alleine Regie führen können im Stadttheater Konstanz mit »bodybild« von  Julia Haenni - und das ist nicht nur ein richtig »heißes Eisen«, sondern auch eine ganz besondere Inzinierung, die mit Unterstützung von Romana Lautner (Dramtaturgie) hier die Bühne erobern will.

In einer Welt, in der unser Selbstbild von Instagram, Snapchat, TikTok und YouTube bestimmt wird, in der wir uns in der Flut der Selfies, der InfluencerInnen und ständig wechselnden „role models“ zu verlieren drohen, ist es wirklich nicht einfach, „speziell“ oder „einzigartig“ oder gar „man selbst“ zu sein. Immerzu muss man etwas performen.

Julia Haenni hat mit „bodybild“ ein Stück geschrieben, in dem sie sich mit Erwartungen und Körperbildern auseinandersetzt und viele Fragen aufwirft: Was ist „ideal“? Was „normal“? Und was bitte hat das alles mit einem Eichhörnchen zu tun?

In Konstanz wird der Text, den die Autorin auf der Grundlage von Erfahrungsberichten junger Menschen entwickelt und den sie extra für das Theater Konstanz und sein Ensemble noch einmal überarbeitet hat, auch von jungen Menschen präsentiert. Angehende SchauspielerInnen von den Schauspielstudiengängen in Stuttgart, Ludwigsburg und Zürich erobern mit „bodybild“ die Bühne des Stadttheaters in Konstanz. Sie bekommen hier die Chance, ihr Talent zu beweisen – in einer Zeit, in der sie auf Grund von Corona nicht viel Gelegenheit dazu hatten.

Deshalb ist diese Inszenierung eine Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg und der Zürcher Hochschule der Künste, so das Theater in seiner Einladung.

Susanne Frieling studierte Theaterwissenschaft und Soziologie an der LMU München sowie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Zuletzt inszenierte sie die Stückentwicklung „Baby don’t hurt me“ am Theaterhaus Jena, womit sie zum Heidelberger Stückemarkt 2022 eingeladen wurde, und „Ja heißt Ja und…“ von Carolin Emcke am Theater Baden-Baden. Seit der Spielzeit 2020/21 ist sie Regieassistentin am Theater Konstanz und zeigt hier nun ihre erste Regiearbeit.

Karten gibt es über www.theaterkonstanz.de

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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