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Liebe Leserinnen und Leser,

die Region ist, das muss man aus unserer Sicht so sehen, glücklich dran mit dieser Bundestagswahl. Nicht, weil die aus unserer Sicht richtigen Parteien gewonnen haben, da sind wir uns nie einig im Verlag und in der Redaktion, sondern: Wir haben gleich drei Vertreterinnen und Vertreter aus dem Landkreis in Berlin und es ist abzusehen, dass wir auch eine politische Vertretung in der Opposition haben werden. Das kann der Region nur dienen. (siehe Titelseite und dieser Seite)


Bevor wir zu anderen Themen kommen, noch ein paar Zeilen zum Thema Bundestagswahl: Wie schon bei der Landtagswahl wird das Unternehmen Singener Wochenblatt aus den AfD Werbegeldern wieder Antirassismusprojekte im weitesten Sinne finanzieren. Wir informieren Sie darüber in den nächsten Monaten, was wir hier unterstützen.

 

Neue Wochenschau


Wie in vielen Unternehmen der Region auch, geht es auch für uns derzeit darum, uns nach Corona zu berappeln: Corona und die Coronapolitik (das ist keine Bewertung der Politik) hat Ihnen und damit auch uns die Veranstaltungen genommen, das Leben vor Ort weitgehend lahmgelegt und nun tasten wir uns vorsichtig wieder heraus aus der Krise. Das ist der Grund, warum diese Zeilen an Sie nun ab sofort – wie wir es in Zeitungsdeutsch nennen – auf dem Aufmacher des zweiten Buches sind, weil auf Seite drei werden wir Ihnen wieder so oft wie möglich lokale Inhalte aus Stockach, Radolfzell, dem Hegau und Singen präsentieren und neu: Eine Wochenschau. Und damit einen schnellen und nicht algorithmusgetriebenen, sondern handverlesenen Überblick über das, was unserer Redaktion wichtig scheint. (Seite drei)

 

Lieferketten

Dabei haben wir Corona und die Folgen noch lange nicht hinter uns, auch wenn wir es alle nicht mehr hören und lesen wollen: Die Kfz-Branche kann kaum mehr Autos ausliefern, nicht nur, weil Halbleiter fehlen, die vor allem in Elektroautos zu hunderten verbaut sind, sondern es fehlen sogar Sitzbezüge etc. Die Zulieferindustrie hat in der Krise ebenfalls die Produktion heruntergefahren und diese Produktion fehlt jetzt.

 

Onlinehandel und Zeitungspapier


Auch die Medienbranche trifft es (nicht nur, weil der Autohandel weniger werben wird, wenn er weniger Fahrzeuge verkaufen kann) und hier zeigt sich auch, dass die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit keineswegs so eindeutig sind, wie es scheint: In Kurzform: Amazon und Co. haben, wie Sie wissen, in der Krise mehr Pakete verschickt als jemals zuvor. Und diese Pakete sind alle eingepackt gewesen, in Verpackungsmaterial. Dieses Verpackungsmaterial ist teilweise aus Altpapier hergestellt. So weit, so gut. Das Problem: Das Verpackungsmaterial lässt sich nicht mehr recyceln und dieses Altpapier fehlt jetzt den Zeitungsdruckereien im Land, weil es dem Papierkreislauf dauerhaft entzogen ist. Zeitungen wie auch das Wochenblatt sind nämlich zu 80 bis 100 Prozent auf recyceltem Altpapier gedruckt. Der Onlinehandel als Klimaretter? Die Rechnung scheint nicht so einfach aufzugehen… Die Folge: Das Papier für die Zeitungen wird knapp und 2022 steht uns eine Papierkostenerhöhung von rund 50 Prozent ins Haus. Schöne neue Welt …

 

Beppo


Wie geht man mit so etwas um? Mit Zuversicht (was sonst?) und mit Mut, auch das eine oder andere in Frage zu stellen, dort Beständigkeit zu bieten, wo sie sinnvoll ist (für Sie, für die Welt vor Ort und unsere Kunden, aber auch für uns als Unternehmen und dort etwas zu verändern, wo das, was wir tun, uns nicht mehr richtig scheint). Und so wie Beppo der Straßenkehrer es in Michael Endes Momo sagt: »Man denkt, die Straße, die ist so schrecklich lang, das kann man niemals schaffen, denkt man. … (und weiter) … Man muss immer nur an den nächsten Schritt denken. Dann macht es Freude, das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut.« Wir möchten hinzufügen: Eine Haltung, für was man stehen möchte, braucht man schon auch noch.

 

Und ein Schuss Humor


Vielleicht ist das für ganz viele, die gerne einen Beitrag in dieser Welt leisten, gerade der richtige Umgang mit den Dingen. Und wenn man gerade etwas langsamer und achtsamer unterwegs ist, fallen einem auch die Dinge auf, die nicht (oder nicht mehr) so ganz stimmig sind. Wobei wir selbst nicht davor gefeit sind, auch die eine oder andere Unstimmigkeit in die Welt zu setzen. Wir lassen uns gerne konfrontieren, konfrontieren wir selbst doch auch… Wir wünschen Ihnen, dass Sie gerade auch die kleinen Schritte genießen können und ein bisschen Humor in unserem Alltag seinen Platz behalten darf.


Gute Restwoche

Carmen Frese-Kroll, Verlegerin

Anatol Hennig, Herausgeber

Oliver Fiedler, Chefredakteur

Wochenblatt @: Singener Wochenblatt


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