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"Neue Marienschlucht" bis Ende 2023 bleibt das Ziel

Steg Marienschlucht
Das Modell der geplanten Steganlage für die Marienschlucht vom Architekturbüro Hirthe.

Modell für Steganlage vorgestellt - Bereich Mondfelsen bis Ende diesen Jahren wieder frei

Bodman-Ludwigshafen. Im Gemeinderat von Bodman-Ludwigshafen konnte kürzlich das Modell für die Steganlage in der Marienschlucht vorgestellt werden, die durch das Friedrichshafer Architekturbüro Hirthe entwickelt wurde. Mit einer Kanzel über dem Platz vor der Schlucht und Anlegestelle, soll es dann in und zehn Metern Höhe in sicherem Abstand dann durch die Schlucht nach oben gehen können, so Bürgermeister Matthias Weckbach bei der Vorstellung.

Weil die Arbeiten aus natur- und artenschutzrechtlichen Gründen nur jeweils von August bis Dezember ausgeführt werden können, werde es bis Ende 2023 gehen, bis die Steganlage durch die Schlucht dann fertiggestellt sei.

Schneller wird es am Mondfelsen gehen, so dass der Weg von Bodman aus zur Schlucht wohl bis Ende diesen Jahren wieder frei begehbar wäre, wurde angekündigt. Hier gab es auch schon einiges an Vorarbeiten, es wird zwei Zugangstore geben dür den Fall nötiger kurzfristiger Sperrungen und, eine Schutzhütte wird ersteult und das »Ranger Konzept« umgesetzt um den Besucherstrom zu Stoßzeiten zu »betreuen« wie auch um für regelmäßge Kontrollen der Wege und des Umfelds sorgen zu können. Drei Abschnitte solle schon bald in der »Light-Phase« zwischen der Marienschlucht und Wallhausen, die dann nach Westen erweitert werden.Wenn die Tore am Mondfels geschlossen werden müssen, gibt es eine »Umleitung« über oder von der Schlucht über den Blissenweg, der freilich mit 140 Höhenmetern verbunden ist.

Allerdings bleibt laut der Information in der Sitzung der weitere Wanderweg zwischen der Schlucht und Wallhausen noch Problemkind. In der Version über den Burghof über Wallhausen wurde er zwar schon letztes Jahr eröffnet, aber dabei könnte es bleiben, wird befüchtet, da der Landesforst derzeit kein Interesse zeigt, den ufernahen Weg wieder sicher begehbar zu machen. Derzeit ist er durch zahlreiche umgestürzte Bäume unpassierbar.

Der neue, durch das Archtitekturbüro Hirthe vorgestellte Steg verspricht eigentlich ein noch spektakuläreres Wandererlebnis als die »alte« Lösung auf den Holzstegen. Denn nun geht es in zehn Meter Höhe über dem Schluchgrund mit ganz anderen Perspektiven. Zudem werden Aussichtskanzeln gebaut, die aus dem Fels herausragen.

Auch die Stadt Konstanz und die Gemeinde Allensbach sind an dem Projekt als Anlieger über den »Marienschlucht-Fonds« mit beteiligt und teilen sich auch die Kosten, die nach den Landeszuschüssen von rund 60 Prozent übrig bleiben. Der Konstanzer Anteil, der kurzlich wieder im Gemeinderat wackelte, weil die Stadt doch ihre Investitionen noch einmal einer harten Prüfung unterziehen muss, wegen der aktuell so drastisch veränderen Rahmenbedingungen, steht nun wieder sicher da, zumal die Tourismusausgabe mit wichtigem »Return of Investment« verbunden werden, so der Abschluss der Konstanzer Sitzung.

Über die Tourismusförderung des Landes wurden für dieses Jahr knapp 1,2 Millionen Zuschuss zugesagt. Die geplanten investitionen für dieses Jahr belaufen sich auf 1,9 Millionen Euro aufgrund eine Schätzung von Ende 2021, die eventuell noch nach oben korrigiert werden müssen. Hinter den für 2023 geplanten Investitionen von 1,2 Millionen Euro steht noch ein größeren Fragezeichen, weil für den Bau des Steges größtenteils Stahlelemente zum Einsatz kommen, die sich derzeit drastisch verteuern.

 

 

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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