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Streit-Zwillinge können an der Kunstrad EM starten

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Streit Orsingen
Eva (links) und Lena Streit im 2er Kunstrad bei ihrer Vorführung für die EM-Qualifikation. swb-Bild: Schwarz

Acher-Vierer machte sich die Teilnahme in Ilsfeld sicher

Ilsfeld/ Aach/ Orsingen-Nenzingen. Beim Junior-Masters-Finale in Ilsfeld wurden die letzten EM-Tickets für die Junioren-EM in Schaffhausen/Schweiz (27./28. Mai 2022) sowie die DM-Tickets im 1er und 2er Kunstrad für die Deutsche U19-Meisterschaft in Amorbach (14./15. Mai 2022) ausgefahren. „Nachdem wir 2021 das Junior-Masters-Finale unter strengsten Corona-Auflage ohne Zuschauer ausgetragen haben“, so Ilsfelds Organisator Klaus Fehrle „können wir dieses Jahr wieder mit Zuschauern die Leistungen der Sportler/Innen verfolgen. Auch die Mannschaften sind wieder dabei“ Hatten Linus Weber (Kirchdorf), Hannah Reichle (Bad Schussenried) sowie Simon Riedinger/Jonas Mächtig (Ilsfeld) schon vorzeitig nach dem 2. Masters lösen können, so sicherten sich Daniel Stark (Bernlohe) sowie Ceyda Altug (Friedrichshafen) das zweite EM-Ticket im 1er. Im 2er der Juniorinnen fahren überraschend Eva und Lena Streit (Orsingen) in die Schweiz. Den EM-Titel aus dem Vorjahr kann der 4er des RMSV Aach mit Hannah Elsäßer, Natalie Grote, Julia Matt und Janina Setzer verteidigen, nachdem sie sich im Vereinsduell gegen den Junioren4er aus Aach durchsetzen konnten. Somit kann Junioren-Nationaltrainer Marcel Jüngling (Dornheim) bei seinem EM-Debüt mit einem starken Team Deutschland -vorbehaltlich der Zustimmung durch das BDR-Präsidium- antreten.

Um das DM-Ticket mussten sich die Sportler/innen keine großen Sorgen machen, denn die Starterfelder in den 1er/2er Disziplinen lagen alle innerhalb der DM-Starterplätze, sodass „“ der Start beim DM-Halbfinale erfolgen musste. So konnten alle ohne großen Druck ihre Programme abspulen. So können Viviana Klesel und Lucia Temme (RMSV Orsingen) ebenfalls für die DM planen. Größer war jedoch der Druck um die restlichen EM-Tickets.

Das EM-Ticket erneute lösen konnte der 4er Juniorinnen des RMSV Aach. Hannah Elsäßer, Natalie Grote, Julia Matt und Janina Setzer, setzten sich jeweils knapp gegen Aachs Junioren durch. Nach den bereits gewonnen ersten beiden Qualifikationen beim Junior-Mannschafts-Cup Anfang April waren die vier amtierenden Europameisterinnen erneut nicht zu schlagen. Am Nachmittag war es sehr knapp, denn Rebecca Grote, Lena Andorinha, Yannick Gaißer, Jone Burow legten mit einer perfekten Kür 180,17 Punkte vor. Es sollte diesmal sehr knapp werden. Das nicht gleichzeitig gefahrenen Tor kostete wertvolle Punkte, sodass die Anzeige erst bei 180,25 stehen blieb. Am Abend legte der VfH Worms 151,94 vor. Das Junioren-Team fuhr wiederum sturzfrei durch auf 177,52 Punkte. Aachs Juniorinnen zogen ihr Programm ebenfalls durch und steigen mit 180,91 zufrieden und mit dem EM-Ticket in der Tasche von Ihren Kunsträdern. „Schade, dass der KRS Varnhalt nicht starten konnte und so anstatt der erlaubten 5 nur vier Mannschaften am Start waren“, so Aachs Cheftrainerin Katja Gaißer. „Beide Mannschaften haben heute wiederum eine Top-Leistung abgerufen. Respekt. Jetzt gilt der Blick Richtung DM und dann EM.“ Hoven erzielte 113,03 und 117,27 Punkte.

Eine Überraschung sollte es im 2er der Juniorinnen geben. Eva und Lena Streit (Orsingen) machten sich vor ihrem Start keine Gedanken über einen evtl. Start bei der EM, war das Paar Maren Göppert/Marisa Buchholz (Fischerbach) doch stärker einzuschätzen. Die Streit-Zwillinge legten jedoch 113,77 Punkte vor. Göppert/Buchholz konnten dem nur 106,45 Nach 5 Qualis und einem Streicher lagen nur noch 2,95 Punkte. Das Finale musste über die EM-Teilnahme entscheiden. Wiederum legten die Streit-Zwillinge vor. 116,08 Punkte, neue Bestleistung. Der Druck lag nur bei dem Fischerbacher Duo. Sie brachten ihre Schwierigkeit nicht ohne Absteiger durch. Am Ende waren es 92,80, nur Platz 3 sowie erneut “nur“ der EM-Ersatz-Startplatz. Groß die Freude beim Orsinger Duo. „Wir können es noch gar nicht glauben“, so Eva und Lena Streit. „Wir wissen gar nicht was wir sagen sollen.“ Anna-Lena Horst / Mira Osterhage (Liemer RC) fuhren mit 107,3 und Bestleistung auf Platz 2, nachdem sie sich mit 106,36 fürs Finale qualifizieren konnten. Somit gewannen die Eva und Streit (220 Punkte) erstmals die Masters-Serie vor Göppert-Buchholz (175) und Horst-Osterhage (75). „Wir hatten uns gar nicht zu sehr auf die Mögliche EM-Teilnahme eingestellt“, so Mutter und Trainerin Angelika Streit. „Unser Ziel war eine saubere Kür zu fahren und ein möglichst hohes Ergebnis zu erzielen. Letztendlich waren wir vom Ausgang der gesamten JM-Serie total überrascht. Jetzt herrsch bei uns dreifache Freude und große Spannung vor dem EM-start in Schaffhausen.“

Im 1er Kunstrad waren Viviana Klesel und Lucia Temme (RMSV Orsingen) am Start. Bis kurz vor Schluss lief es für Viviana Klesel ganz gut. Doch kurz vor Schluss musste sie vom Rad, sodass die Punkte erst bei 90,95 Punkten stehen blieben. Am ende war es Platz 14. Lucia Temme hatte sich bei einem Trainingsabsteiger den Fuß verknackt und trat deshalb mit eingebundenem Fuß an, sodass sie nur wenige Übungen fahren konnte. „Wenn ich nicht gestartet wäre, hätte ich mich nicht für die DM qualifizieren können“, so Lucia zu ihrem Kurzeinsatz mit drei gefahrenen Übungen und 8,8 Punkten. 

Wochenblatt @: Oliver Fiedler

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