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Versorgungsengpässe

| Der Bunte Hund

Das Coronavirus hat die Zweibeiner immer mehr in der Hand, liebe Leserinnen und Leser.

Die Meldungen über Infizierte und gestorbene Patienten reißen nicht ab und stellen in allen Ländern eine ganz schöne Belastungsprobe für die in ihren Wohnungen sitzenden Menschen dar. #wirbleibenzuHause wird angesichts der Frühlingstemperaturen und der teilweise langen Einsamkeit für viele unerträglich. Nicht nur die Erkrankung mit dem Virus wird zu einer Gefahr für die Menschen, auch die „Nebenwirkungen“ wie Depressionen, häusliche Gewalt und Selbstmordgedanken. Viele erkennen das und bieten durch einen großen persönlichen Einsatz Hilfe für die Menschen, welche an dieser Ausnahmesituation zu zerbrechen scheinen. Einerseits erleben wir eine Solidarität und Menschlichkeit, die mir als Vierbeiner, die Tränen in die Augen treibt. Andererseits hört man Meldungen und Aussagen, welche einem die Sprache verschlagen. Dass sich inzwischen viele nicht mehr um ihren, geschweige denn den Gesundheitszustand der anderen Sorgen machen, sondern vielmehr um die regelmäßigen Geldeinnahmen auf dem eigenen Konto, lässt sich vielleicht ansatzweise noch entschuldigen. Dass aber ausgerechnet diejenigen, welche durch ihren Arbeitgeber noch einigermaßen weich auf ihrem finanziellen Allerwertesten landen, über einen niedrigeren Prozentsatz des Kurzarbeitergeldes wie beispielsweise in den Ländern Spanien und Italien aufregen, lässt dann doch etwas am Verstand zweifeln. Haben sich diese „Experten“ denn jetzt eingehend mit dem Steuersystem und den Arbeitslosenzahlen dieser Länder in der freien Zeit, die ihnen jetzt zur Verfügung steht, eingehend beschäftigt oder sind es wieder einmal negative Phrasen stimmungsmachender Zweibeiner, die sich ebenso viral verbreiten, wie das Virus selber. Die wirtschaftlichen Einbußen sind in allen betroffenen Ländern sehr groß. Dem Virus sind Grenzen vollkommen egal. Längst hat es sich auf der ganzen Welt verbreitet und es ist, wie schon so oft in der Geschichte der Zweibeiner nur eine Frage, in welchem Land man lebt und somit die besseren Überlebenschancen haben wird. Eine Erkenntnis, die nicht jedem gefällt. Viele Leugner schieben jetzt die Schuld anderen Zweibeinern in die Schuhe, die besser hätten reagieren oder vorsorgen sollen. Einfachste, überlebenswichtige Dinge werden knapp und können nicht so schnell wiederbeschafft werden wie es nötig wäre. Der Mundschutz ist hier das beste Beispiel. Aus Kostengründen wird dieser Centartikel in armen Ländern wie Indien, in Garagen unter fragwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt. Diesem Zweibeinerreichsten Land der Erde droht durch das Virus ebenfalls eine Katastrophe, die Produktion wurde gestoppt der Lieferverkehr wurde eingestellt. Do it yourself nun das Motto in Deutschland, wo inzwischen wieder Schutzkleidung und Desinfektionsmittel selbst hergestellt werden. Gleiches gilt für so viele andere Dinge. Das Wirtschaftsmodel „Outsourcing“ rächt sich nun auf vielen Ebenen des täglichen Bedarfs denn auch Medikamentenlieferungen sind davon betroffen. Dass sich in dieser Lage, in der die einen mit dem Leben ringen und andere um das Leben fremder Menschen mit vollem Einsatz kämpfen, manchen der eigene Luxus dann doch am wichtigsten ist, finde ich als Vierbeiner unglaublich.

Ihr Schnauze

 

 

Wochenblatt @: Der Bunte Hund

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